Archiv der Kategorie: Oman

Oman – Masirah Island

Februar 2019

Immer wieder werden wir belächelt oder aufs Schlimmste ausgelacht.
Urlaub? Ihr macht Urlaub?
Jawoll, wir machen Urlaub auf Masirah Island.

Luft auf die Reifen für den Asphalt, Luft ablassen für den Sand. Ein ewiges Hin und Her, schon auf dem Festland. Hier auf der überschaubaren Insel lösen wir das ganz einfach:
Mit zwei Bar Luft auf den Reifen tuckern wir gaaaanz langsam auf den Asphaltstraßen, immer am türkisblauen Meer entlang, gewappnet für einen Abstecher nach dem anderen in den Sand. So kommen wir an die schönsten Stellplätze, direkt am Meer meist mutterseelenallein.

Ganze drei Wochen werden es, die wir auf Masirah Island schließlich verbringen. Es ist ein Traum hier.

Zunächst ist die Ostseite an der Reihe: Hier rauschen riesige Wellenbrecher vom offenen Meer heran. Es bedarf einer lauten und deutlichen Satzformulierung um sich verständigen zu können. Eine herrliche wilde Natur mit kilometerlangen Sandständen.

Ein seltener Anblick: Achim in Panik. „Hol‘ den Pepe rein! Da sind Geier!“
Nach einer Debatte zwischen Eheleuten, ob dieses verzottelte Federvieh nun ein Geier oder eine besondere Möwe sei, lassen wir uns später aufklären von einem Ornithologen:
Dies ist ein Schmutzgeier. In unseren Breiten selten, hier häufig anzutreffen. Allerdings wird ein Rollmops wie Pepe nicht zu seiner bevorzugten Beute gehören..

An der „Taille“ der Insel überqueren wir die selbige um die Flachwasserlagunen an der Südseite der Insel zu besuchen.

Hier findet man türkisfarbene Lagunen, flaches Wasser und Strände mit feinstem, weißem Korallensand. So weiß, dass ohne Sonnenbrille gar nichts geht.

Sonnengetrocknete Fische liegen hier im Sand, Pepe futtert sich mal wieder rund. Vielleicht in Erinnerung an seine ersten Überlebensjahre auf Lanzarote.

Unsere Hoffnung auf eine Bockwurst mit sauren Gurken zerschlägt sich: Alex, der Betreiber der Kite Station ist ebenfalls auf Urlaub. In Deutschland.
Es ist fast nichts los an der Station, während der Windsaison muss es hier aber sowas von schön sein! Ein perfektes Kite Revier!

Ein Stückchen entfernt finden wir einen Platz mit Malediven Feeling:

Die Hunde auf ständiger Krabbenjagd.


Auch ein Sichtjäger kann manchmal versagen:

Sandkastenspiele:

Achims Frühstücksritual:

Zur Stärkung, um die Staukiste zum fünften mal zu richten. So schön war sie noch nie:

Wir verabschieden uns von den Fischermännern

Die Insel eignet sich hervorragend für ein Fahrtraining.

Die ganze Insel wollen wir umrunden, müssen aber nach Verbrauch unserer nassen Reserven immer mal wieder zurück in die einzige größere Stadt Hilf zum Wasserbunkern.

Mittlerweile lernt man Wasser zu sparen. Zum Beispiel, indem man Nudelwasser zum Haare waschen benutzt.

Das war natürlich ein Scherz.

Die Nachfrage in der Stadt, wo denn die Wasserstation sei, beschert uns letztendlich die Bekanntschaft mit einer Großfamilie. Hier bekommen wir Wasser.
Inklusive Gesichtsmaske, Tee, Kaffee und traditioneller Süßspeise.

Die Hunde bleiben lieber mal im Wombat und sind wie immer die Attraktion.

Es gibt auf dieser Insel eine unglaubliche Vogelwelt, ein riesiges Fischaufkommen, viele wilde Kamele, einige Ziegen, viele, viele Krabben und
zwei Hunde.
Das sind Gizmo und Pepe.
So stürmen in der Stadt wieder mal die Menschenmassen auf uns zu.

An den Anblick von Scheichs (natürlich nenne ich sie nur so. In Wirklichkeit sind natürlich nur die wenigsten echte Scheichs) haben sich unsere Hunde nun auch gewöhnt. War der Auftritt mit wallenden, weißen Gewändern und Turbanen doch zu Beginn recht ungewohnt, so nimmt man mittlerweile mit Gelassenheit hin, dass ein netter Scheich, das ungewöhnliche Objekt Hund an seiner Leine ausführt.

Mit den vollen Wassertanks und Nahrungsmittel für die nächste Woche trödeln wir mit unseren platten Reifen wieder an die Südküste.

Dies war einer unserer Lieblingsplätze. Korallenriffe laden zum Schnorcheln ein und auch die Hunde haben einen riesen Spaß:

Wir sorgen für einen unglaublichen Gestank in unserem Rollhaus für die nächsten zehn Tage:
Die Küche wird geweißelt. Mit völlig ungiftiger Farbe für den Innenbereich, gekauft in Oman 😉

Das Meer muss hier sehr fischreich sein. Unzählige Fischerboote sieht man auf dem Wasser.

Wir hatten zur Abwechslung schon Pasta auf dem abendlichen Speiseplan, da kommen drei junge Fischer an, landen und beschenken uns reich:

 „Do you want lobster?“

Mir steckt ein Kloß im Hals, dass diese wundervollen, bunten Exemplare auf der Holzkohle enden sollen. Ein Jammer!

Na ja. Tot sind sie ja schon, wir nehmen dankend an und verabreden uns mit den erfolgreichen Jägern zum gemeinsamen Abendessen.

Es folgt die schier aussichtslose Suche nach Brennholz für das Barbecue auf einer Insel ohne Bäume. Reich gesegnet dank einer Siedlung mit verfallenen Holzhütten sieht das Ganze bald so aus:

Und der Abend endet mit dem Hochgenuss von zartem, weißem Langusten Fleisch zwischen den Zähnen, rollenden Augen und grunzähnlichen Geräuschen um das Lagerfeuer herum.

Wir umrunden die Spitze der Insel.
Dies ist (vorerst?) der süd östlichste Punkt, den wir auf unserer Reise erreichen.

Auch hier überall die Spuren von nächtlichen Aktionen der eierlegenden Meeresschildkröten.

Der nächste Stellplatz: An der offenen Seeseite, dennoch etwas abgeschirmt und gut zum Baden, da die Wellenbrecher nicht ganz so hoch sind.

Man möchte die bunten Meerestiere ungern essen, so schön sind sie. Aber diese hier landen schließlich doch auf dem Grill:

Die gesamte, dem offenen Meer zugewandte Küstenseite, ist abschnittsweise Brutgebiet für Meeresschildkröten. Und zwar ein sehr wichtiges. Würde der Mensch hier touristisch erschließen, wäre das ein Desaster. Dem Himmel sei Dank: Das Land Oman ist reich genug. So kann man nur hoffen, dass diese unberührten Strände, den Kröten überlassen, auch unberührt bleiben.

Immer wieder beobachten wir nachts das mühevolle An-Land-Kriechen der weiblichen Kolosse, wie die Wilden schaufelnd um ihre Eier abzulegen.

Aber wir werden nicht nur Zeuge des Werdens sondern auch des Vergehens.
Eine rührende Geschichte:

Auf meinem Abendspaziergang mit den Hunden treffe ich auf eine uralte Meeresschildkröte auf dem Strand. Ihre Patina: Zeugnis von einem langen, langen Leben. Miesmuschelberge auf dem Panzer angebacken, eine fette prangt direkt auf dem Kopf. Die Lederhaut dick und fest. Wir gucken uns direkt in die Augen. Ich kam mir vielleicht klein und unwichtig vor!
Wo die schon überall war?
Zwei Weltkriege hat sie mit Sicherheit überlebt.
Und was macht sie? Mühevolle Kreise drehen im Sand. Irgendwie sieht das so verzweifelt aus und ich frage mich, ob sie auf Grund ihrer Altersschwäche nicht zurück ins Meer findet.
Ich ziehe am Panzer. Hundert Kilo?
Oder will sie hier sterben?
Wie auch immer, ich mobilisiere Achim, der gerade mit einer Entzündung im Mittelfuß kämpft aber dennoch mit humpelt.
Zu zweit schaffen wir es von hinten unter den Panzer zu greifen, und 1 und 2 und 3, stückchenweise das Schwergewicht Richtung Wasser zu zerren. Und werden schließlich erfolgreich.
Nun ja, wir beide. Die Kröte aber plantscht wie wütend ein paar Runden, um dann wieder zu stranden.
Also doch: „Ich glaube, die wollte hier sterben.“
Wir trotten traurig zum Wombat zurück. Wobei eigentlich nichts Trauriges dabei ist, sofern das Großmuttertier nicht krank war sondern einfach nur alt.
Ich frage mich, ob Meeresschildkröten nicht nur zum Eierablegen sondern auch zum Sterben wieder an den Platz zurückkommen, an dem sie geboren wurden.

Am nächsten Morgen liegt sie friedlich eingeschlafen dort, wo sie umständlich und zweifach gestrandet war.

Eigentlich wollten wir nach der zweiten Woche Masirah wieder rüber ans Festland fahren, um uns in die sogenannten „Sugar dunes“ zu stellen. Das Gebiet um die Halbinsel Hikman muss herrlich sein, mit riesigen, weißen Sanddünen und türkisfarbenen Lagunen, ebenfalls ein Kite Revier bei Sommer Monsun.
Nachdem wir jedoch recherchierten, dass die Offroadstrecke dorthin durch salzhaltiges Gebiet führt und immer wieder vor „stucking“ (wohlgemerkt von kleinen Jeeps!)  und dem „Verdursten“ gewarnt wird, haben wir augenzwinkernd davon abgesehen, unsere 12-Tonnen noch einmal aus dem Salzboden ausbuddeln zu müssen..

Kurzerhand folgt der Beschluss: Wir bleiben noch eine Woche auf Masirah.             

Noch ein paar Eindrücke vom Inselleben:

Wir sind ein wenig wehmütig weil es jetzt wieder Richtung Norden geht.
Wir verlassen Masirah Island.

Und wieder warten wir auf der Fähre, dass diese endlich voll wird.

Das wäre auch ein toller Lebensentwurf. Aber leider sind die Kutter nicht hochseetauglich:

Völlig eeeentspannt verlassen wir Masirah Island mit einem Sack voller Muscheln und einer wieder aufgeflammten Reiselust.

Wir kommen nicht weit, treffen auf ein äußerst lustiges, lebensfrohes Gespann:
Gabi mit Frank aus Deutschland mit ihrem Paula-Laster und Christina mit Martin aus der Schweiz mit  Murmeltieren in Öl auf dem Reisegefährt.

Kurzerhand beschließt man zu pausieren und gemeinsam den Tag zu verbringen. Es wird ein richtig lustiger Tag.

Am kommenden Tag stranden wir vor dem Wadi Shab. Das Selbige wird durchwandert:

Im Wadi beglücken uns mehrere Reisegruppen.
Es wird ganz lustig am Ende des offiziellen Wanderwegs, gemeinsam mit den Passagieren der Aida in den Pools zu schwimmen.
Ich warne vor den Wasserschlangen und bin bald alleine da drin.

Völlig unkompliziert beantragen wir das Visum für den Iran in Muscat und machen uns nach zwei Monaten in Oman auf den Weg Richtung Grenze zurück in die Emirate.

Man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben. So überschwänglich hatte ich die Unkompliziertheit der Grenzüberquerungen mit unseren Hunden gelobt. Man belehrte uns eines Besseren:

Die Einreise vom Oman in die Emirate ließ uns gefühlte zehn Jahre altern:

Ich führe das Problem hier auf, auch für ambitionierte Omanreisende mit Hunden im Auto, die sich auf unsere Seite verirrt haben, nehme allerdings vorweg: Nur wir haben diesen Mist erlebt. Eine Hand voll zeitnah Reisender mit Hunden sind alle komplikationslos durchgekommen, ob geflüchtet, mit versteckten Hunden oder einfach mit Glück ohne Anwesenheit eines Veterinärarztes.

Das sind die bürokratischen Fakten:

Um in die Emirate mit Hunden einreisen zu dürfen benötigt man ein besonderes Import Permit, bestehend aus einer aktuellen veterinärmedizinischen Untersuchung, eines Antikörpertests für Tollwut neueren Datums, Impfungen und dazu eine Zahlungsbestätigung einer beachtlichen Summe Geldes.
Unseres Wissens reichen regelmäßig durchgeführte Tollwut Impfungen zusammen mit einem einmaligen Antikörpernachweis (auch älteren Datums) aus, um einen ausreichenden Schutz vor Tollwut nachzuweisen. Das war auf unserer Reise bisher immer so.
Hier in den Emiraten nicht. Oman gilt als tollwutgefährdetes Land und die Auflagen sind strenger, in die Emirate einzureisen.
Wobei ich mich frage, wie Kamele und Krabben Tollwut übertragen können. Etwas anderes haben unsere Hunde nicht getroffen…..
Tja, um dieses Permit zu erhalten, hätten wir zurück in den Oman reisen müssen und für das Procedere Monate gebraucht. Wie soll das funktionieren mit abgelaufenem Visum? Immer wieder rein und raus?

Unser erster „Grenz-Tag“:
Grenzübergang Fudschaira, Aufenthalt 7 Stunden zwischen zwei Schlagbäumen:
Ausreise Oman, Einreise Emirate, „Stempelei“ bis zum letzten Schlagbaum an der Grenzstation, Zoll und Veterinärmediziner. Auflagen nicht erfüllt. Lange, lange Diskussion, schließlich hat man uns am Hafen von Schardscha, kommend aus dem Iran problemlos einreisen lassen mit den Vierbeinern.
Am Ende rät man uns, nach Hause zu fliegen, die Nerven explodieren, Kehrtwende.
„Stempelei“: Ausreise Emirate, Einreise Oman bis zum Schlagbaum. Ein omanischer Grenzmann holt uns zurück, „das muss doch funktionieren“. Erneute Dokumente, „Stempelei“, fünf Tees.
Einreise in die Emirate bis zum Schlagbaum beim Veterinärmediziner. Erneute Diskussion, weitere zwei Stunden. Nichts zu machen. Kehrtwende. Ausreise Emirate, Einreise Oman, wieder „Stempelei“. Durch den Schlagbaum in den netten Oman zum Strand vor dem Grenzübergang.

Die Hunde müssen Energie los werden und jagen tollwütige Katzen an der Steinmole.

Was tun?

Ein nächster Versuch, zweiter „Grenz-Tag“:
Grenzübergang Hatta, Aufenthalt 13 Stunden zwischen zwei Schlagbäumen:
Wir probieren es am Grenzübergang Hatta. Ein Verstecken unserer Chaoten wäre nur mit Vollnarkose möglich. Also liegen sie einfach beleidigt hinten in der Kabine.
Ausreise Oman, Einreise Emirate, „Stempelei“ bis zum letzten Schlagbaum. Zoll. Und oh nein: Man guckt ins Auto. Hunde? Ab zum Veterinärmediziner. Gleiches Pozedere. Letztendlich kann man uns nicht sagen, was wir tun sollen, man ist schlichtweg ratlos. Kehrtwende, „Stempelei“, Einreise zurück in den Oman. Achim steht fix und fertig am letzten Schalter für den (vorerst) letzten Stempel und macht wohl einen äußerst Mitleid erregenden Eindruck.
Da fallen Engel vom Himmel: Jasmin und Rua. Jasmin, mit deutschem Vater, in Dubai wohnhaft und auch des Arabisch mächtig: „Ich hole Euch da raus! Das wollen wir doch mal sehen! Meine Mutter ist Rechtsanwältin“
Ich gucke mir diese quirlige, liebenswerte und selbstsichere junge Frau an und denke: Wenn nicht sie, dann keiner!

Ich verkürze hier: Jasmin versucht alles! Alle sind sie auf unserer Seite, sämtliche Zollbeamten, Büroleute und sogar der Veterinärmediziner. Aber das System…
Es wird gemailt, angefragt, erklärt bis auf höchste Ebene. Wir warten, heulen und beten. Gegen Mitternacht dann endlich von ganz oben eine Antwort: NEIN!!

Es dauerte keine drei Minuten, wir hauen einfach ab, packen unsere Hunde ein, starten den Motor und fahren hinter Jasmin und Rua durch den letzten, offenen Schlagbaum einfach in die Emirate ein. Der Mann in dem letzten Häuschen knotet wohl gerade seine Schnürsenkel….
Ich glaube, keiner der anwesenden Arbeiter hat ernsthaft geglaubt, dass wir wieder in den Oman zurück fahren. Irgendwie waren sie alle irgendwo verschwunden um ihre Blase zu entleeren oder in den Mond zu gucken. Und vielleicht heilfroh und erleichtert, dass dieses jammervolle Gespann endlich einfach da durch fährt……

Mit einem Dutzend Einreise- und Ausreisestempeln im Reisepass „düsen“ wir des Nachts hinter dem Auto von Jasmin und Rua durch die Berge Richtung Dubai, machen Stopp in der Wildnis und haben uns erst einmal alle in den Armen.

Zwei Tage später treffen wir wieder in Dubai ein. Wir harren noch ein wenig länger hier aus. Die Fähre in den Iran zu unserem geplanten Termin wurde nicht eingesetzt. Wir warten bis zum nächsten Sonntag, es gibt Schlimmeres 😉

Ausflug in die Duabai Marina:

„Iran is great“ mangels bürokratischer Papiere immer noch am selben Platze:

Mit akribischer Regelmäßigkeit begibt sich die Familie in die Stadt zum “Sporteln”.
Ein wenig Gymnastik kann mir nicht schaden, denke ich, schließe mich an und …
…. wo lande ich?
In einer Zirkusschule!

 

 

 

 

Arabien – Oman

10. Januar 2019

Es geht über die Grenze zum Oman.
Aus der Vogelperspektive drehen wir eine dreiviertel Stunde Achten. Drei Mal durch den Schlagbaum zum Oman, zwei Mal durch den Richtung Emirate wieder zurück. Man ist sich nicht einig, was ein Carnet de Passage ist und wo dies abzustempeln sei und so kreiseln wir herum im Grenzgebiet.
Danach kennen uns alle Grenzbeamten gut!
Inklusive tierischer Beifahrer:
Sollte sich jemand fragen, ob es problematisch ist, mit Hunden in den Oman zu reisen, so lautet unsere klare Antwort: Nein. Nicht für uns. Man hört ja so Einiges, Unklares…
Vielleicht liegt es an der Offensichtlichkeit und Selbstverständlichkeit, mit denen unsere zwei mitten im Fahrerhaus thronen und sofort Sympathie ernten. Versteckt man seinen Vierbeiner im hinteren Eck des Wagens, vielleicht noch angeleint und protestierend, könnte eine Kontrolle eher wahrscheinlich sein. Soviel zu unserer persönlichen Theorie.

Wir sind also in den Oman eingereist, freuen uns auf die endlosen Sandstrände, die Dünen und Wadis und hoffen, dass die Melonen hier günstiger zu ersteigern sind als für umgerechnete 10 Euro.

Die Fahrt geht an der Küste entlang. Die ist bis Maskat so ziemlich verbaut. Also geht es etwas zügiger voran. Wir treffen die „Lasterliebe“ wieder. Dany, Andy mit ihren zwei Kindern sowie Punktehund Meggy, eine Dalmatiner Dame in eben diesem Laster unterwegs. Im Norden Irans hatten wir uns kennen gelernt.

Endlich einmal wieder: Ein langer, endloser Sandstrand, Der Sawadi Beach:

Aber nicht mehr lange so leer. Es ist Wochenende, also ein Freitagabend. Unzählige Familien tummeln sich bald um uns herum und mit ihnen unzählige Feuerstellen und unzählige Fleischspieße.

Nachdem uns Gizmo einen riesigen Berg anverdautes Hundefutter vermischt mit Tortellini, Kebab Stücken, Brot, Kartoffelsalat und Silberzwiebeln vor unserem Kühlschrank präsentiert, ist eine Umsiedelung empfehlenswert.

Wir landen ein paar Kilometer weiter am gleichen Strand jedoch ohne kulinarische Verführungen für die Hunde:

Seit langer Zeit genießen wir wieder einmal ein freies Strandleben:

Familie Lasterliebe und Strandbesucher in Aktion:

Wir kratzen uns am Kopf und überlegen, woher wir in diesem Wüstenstaat unsere 400 Liter Wasser für die Tanks auftreiben können. Eine Menge ist das. Und Wasser ist hier kostbar.

Gebrauchswasser für die Haushalte wird in Entsalzungsanlagen produziert und in LKWs an die Bevölkerung verteilt.

Wir haben schon erlebt, dass wohlhabende Omanis mit großem Wasserspeicher auf dem Dach gerne abgeben. Sind sie doch begeistert über die Anwesenheit bekloppter Europäer mit dem Riesenauto in ihrem Garten.

Eine weitere Möglichkeit:
Suche ein nicht ausgetrocknetes Wadi auf.

Wir stehen im Wadi Al Abyadh. Rauschendes, kristallklares Wasser!

Zwei Tage herrscht emsiges Treiben. Zwei 30 Meter lange Wäscheleinen werden zwischen Wombat und Laster gespannt. Die Pumpe steht im Bachbett, von Topflappen über Hundebett bis zum Überzug vom Beifahrersitz, alles wird gewaschen.

Hinter unserem Stellplatz geht es weiter in das Wadi hinein.

Hartgesottene Jeep Fahrer sind hier wohl noch unterwegs, man sieht Fahrspuren im Kies durch das fließende Wasser. Man müsste sich schon wohlüberlegt von Gestein zu Gestein schlängeln mit unseren Lastern.
Wir begnügen uns mit dem Durchlaufen des Tals:

In Maskat verlängern wir schon einmal unser einmonatiges Visum. Das geht hier rechtzeitig, nicht wie im Iran, wo man erst drei Tage vor Ablauf des alten Visums erfolgreich damit wird. So haben wir jetzt entspannte sechs Wochen zum Bereisen des Omans.

Einen schönen Stellplatz finden wir unweit des Flughafens am Strand.

Mit perfekt organisierter Strandsäuberung wie überall hier im Oman. Bisher.
An den gestrandeten Kugelfisch wagt man sich jedoch nicht mit der „Müllzange“:

Ein sauberes Land oder wie es Andy treffend ausdrückt: „Der Oman ist ein schickes Land.“

Das ist nicht nur für die Strände und Städte zutreffend, sondern auch für die Bekleidung der Einheimischen. In ihren schneeweißen, gestärkten Gewändern, den Dischdaschas, riecht man die Männer schon von weitem. Die duften vielleicht!

Wir schlängeln uns die Berge hinauf Richtung Süden. So sieht die Großstadt von der Ferne aus:

So erscheinen oft die Wohnhäuser:

Wir landen im Wadi Arbiyyin:

Es hat uns nicht vom Hocker gerissen, das Wadi. Stellten wir uns die angepriesenen Wasserkaskaden doch ein wenig berauschender vor.

Dennoch übernachten wir friedlich unter quakenden Fröschen mit einem tollen Echo.
„Pepeee – eeeeee, Gizmoo – ooooooooo“

So sieht die Küste zwischen Maskat und Sur aus:

Nördlich von Vis am Strand kommen wir zum Stehen.
Wir vermerken einen weiteren Punkt in unserer Zerstörungs-Statistik:

Achim wird zwei Tage nicht mehr lustig. Dabei ist es nur ein blödes
I Pad, welches er überrollt hat.

Es ist Wochenende. Unsere Nachbarn kochen Köstliches. Und teilen gastfreundschaftlich.

Alles hat seine Grenzen. Auch das Wombat. Nämlich im Tiwi Wadi. Angepriesen als eins der Schönsten pfriemeln wir uns lediglich durch das erste Dorf, äußerst enge Gassen und mit einem Haufen Gewinke. Kommen danach zu Stehen und wir beschließen eine Trennung: Frau mit Hunden wandert, Mann bunkert Wasser mit der Gießkanne an einer Quelle ohne Anschluss.

Es scheint in diesem Lande so, dass beste Bedingungen für körperliche Ertüchtigung vorherrschen bei einer hiesigen Wettervorhersage für 80 Prozent Regenwahrscheinlichkeit.
Kein Regen, dafür den ganzen Tag Schatten und angenehme 23 Grad. Da haben sogar die Hunde Lust! Durch das meines Erachtens für große Trucks unbefahrbare, enge Tiwi Wadi laufen wir drei hinauf.

Und finden tatsächlich so etwas:
Ein vorbildlich markierter Wanderweg das Tal hinauf. Und das im Oman!

Zunächst führt dieser oberhalb am Hang entlang..

Später zeigt mir die Dorfjugend den idyllischsten Tarzan Platz. Hier geht es dann nicht mehr weiter.

Unsere Guides:

Am späten Abend, es ist schon dunkel, kommen wir am Strand in Al Haad an. Es stürmt gewaltig!
Achim stellt sich in den Windschatten einer stabilen (!) Fischerhütte aus Stahlrohrrahmen.

Der Morgen darauf:

In Erwartung eines fröhlichen Tages (nichtsahnend der unheilvollen Kaskade, die noch kommen wird) schnappe ich mir den Fotoapparat um die riesigen Wellenbrecher festzuhalten an unserem herrlichen Sandstrand, den wir nun bei Tageslicht sehen. Es stürmt noch immer verrückt, die Hunde stellen sich tot.

Da stehe ich nun meditativ fotografierend und es macht urplötzlich einen ohrenbetäubenden Krach. Ich brauche die Kamera nur nach links zu drehen für den Schnappschuss des Tages:

Die (stabile) Fischerhütte kracht auf unser Wombat.
Relativ unbeschadet kommen wir aus der Sache wieder heraus. Achim macht einen lebensrettenden Hechtsprung als das Gestänge durch eine Windböe unser Auto wieder scheppernd los lässt.

Sein Fußknöchel ist geprellt und die Aluleiter für den Ein- und Ausstieg hat einen Knick.

Wir vermerken einen weiteren Punkt in unserer Zerstörungs-Statistik.

Auf dem Weg in die Stadt heißt es mal wieder Luft ablassen aus den Reifen. Wir haben uns zu guter Letzt noch eingebuddelt im Sand…
Aluminium Vierkant Stangen sind nicht auffindbar in Al Haad. Wir werden uns wohl mit der Klappleiter begnügen müssen in den nächsten Wochen.
Als Nächstes könnte passieren, dass einer von uns ins Nichts stürzt, in Erwartung der flacheren Treppe beim Ausstieg….

Ich komme zu der Einsicht, dass unsere Pannen nichts mit einer Sternenkonstellation zu tun haben.
Jetzt kann jeder selbst interpretieren 😉

Etwas südlich von Al Haad gibt es einen „Turtle watching beach“. Hier stellen wir uns hin, vor den weißen, feinen Sand mit den unzähligen Eierablagelöchern.

In Erwartung dessen, was kommen wird am Abend.

Bevor die Turtles kommen kommt das Amt. Wir müssen den Platz verlassen über Nacht. Was ja eigentlich auch gut ist für die Ungestörtheit der Urtiere. Außerdem erwarten uns noch bessere Plätze zum Beobachten.

So. Nun sind wir um die „Ecke“ gefahren. An der Landspitze bei Al Haad wechseln die Meere. Wir fahren nicht mehr am Golf von Oman entlang sondern am Arabischen Meer.

Ras Al Jinz. Hier, etwas südlich von Al Haad an der Küste reiht sich ein atemberaubender Sandstrand nach dem anderen hinter steilen Felswänden.

Omans naturbelassenen Küsten sind seit jeher ein bevorzugtes Eiablagerevier für Meeresschildkröten. Vor allem die Grüne Meeresschildkröte kommt scharenweise zur Fortpflanzung hierher.
 
Es gibt wohl einen kommerziellen Platz für „Turtle Watching“, an dem man auch Eintritt zahlen muss. Wir landen weiter nördlich, dort, wo Freiheit herrscht.

Hier oben kommen wir zum Stehen und blicken auf ein Paradies:

Unzählige Eiablage-Mulden der Riesenkröten sind zu sehen. Mit ihnen die Spuren im Sand.

Ein bisschen kraxeln muss man schon, um zum Strand zu gelangen. Nichts Dramatisches, sogar zu bewältigen für Gizmo und Achim.
Dort unten am Tage ist Baden angesagt.

Ab und zu kommt uns ein knuffiger „Scheich“ besuchen.

Hier lernen wir auch Drago kennen, unterwegs als Backpacker, momentan mit Leihwagen, ebenfalls nach Verkauf aller Habseligkeiten unterwegs in der Welt.
Rinder Stew auf dem Lagerfeuer und einen tollen Abend haben wir zusammen auf unseren Felsen da oben. Allerdings in der ersten Nacht nicht das Glück, dass sich ein Kröten Weib seines Nachwuchses entledigen möchte. Allerdings beglückt uns ein nicht weniger beeindruckendes Naturphänomen: Die hereinrauschenden Wellen fluoreszieren in der Nacht leuchtend grün. Wir stehen mit offenem Mund da.
Dieses Meeresleuchten wird wohl durch Planktonalgen ausgelöst. Biolumineszenz, ausgesendete Lichtblitze, ein leuchtendes Meer! Herrlich!

Mit Ernsthaftigkeit und ohne Ablenkung (Drago ist wieder abgereist), erwarten wir die nächste Nacht und bauen uns vor dem Abhang unseren „Turtle Watching Aussichts Platz“:

Der Mond geht auf. Eine tolle Stimmung. Gizmo ist voll ausgelastet und vertreibt in regelmäßigen Abständen einen Fuchs, welcher auf frisch geschlüpfte Kröten wartet.
In schläfrigem Zustand, den Blick hinunter auf den mondbeschienenen Strand fange ich gerade an, einen unbändigen Wunsch nach einer frischen Laugenbretzel zu entwickeln.
Da flüstert Achim: „Es kommt eine!“ Und gegen Mitternacht kriecht eine riesige Kröte an Land.

Was empfindet man beim Beobachten? Ehrfurcht und eine tiefe Verbindung mit der Natur…..

Das riesige Panzertier wurschtelt sich da hinauf aus dem Wasser in den Sand. So gar nicht ihr Element, festen Boden unter den Flossen. Wenn es dann genehm ist, wird ein Loch ausgehoben. Mühsam und anstrengend sieht das aus. Und es dauert!!

Am nächsten Morgen blicken wir auf die Zeugen von weiteren nächtlichen Aktionen: Die markanten Spuren der Panzertiere. Fünf weitere waren da, als wir uns jedoch im Tiefschlaf befanden.

Unser unberührter Strand wird entdeckt. Eine Gruppe polnischer Touristen und eine Familie aus Slowenien bauen ihre Zelte auf. Gemeinsam in der Nacht robben wir auf dem Strand Richtung Ort des Eierablagegeschehens und beobachten mit Sand in den Ohren.

Am nächsten Morgen in aller Früh ruft unser knuffige „Scheich“. Er sitzt in einer Sandkuhle und puhlt junge Kröten aus dem Loch. Leistet Hilfe. Anscheinend traut sich keine Babykröte mehr heraus denn die Ersten sind dem Fuchs zum Opfer gefallen. Gizmo befindet sich nämlich noch im Tiefschlaf.

Wir stürmen alle an den Strand:

Wir erleben das Naturschauspiel „Vom Loch zum Meer, die zehn schlimmsten Meter meines Lebens“, staunen, sind ergriffen aber auch äußerst belustigt.
Und man fragt sich, was wohl besser ist: Durch einen Geburtskanal die Welt zu erblicken oder solche Strapazen auf sich nehmen zu müssen:

„Was ein Mist. Ich sehe nichts.“

Wasser in Sicht!! In die Brandung..

Im Durchschnitt nach zwei bis drei Waschgängen..

… endlich geschafft!!

Leider uscharf aber nicht vorzuenthalten:

Fakten zum Staunen:

Jährlich kommen etwa 30000 Schildkröten in diese Bucht um ihre Eier abzulegen.
Eine Schildkröte wird geschlechtsreif mit 35 – 40 Jahren.
Dann legt sie 70 bis 120 Eier in eine Mulde am Sandstrand.
Das Ganze dauert etwa 2 Stunden.
Das macht sie 2 bis 3 mal im Jahr. Pausiert aber anschließend für 2-3 Jahre.
Nach Schätzungen werden von 1.000 gelegten Eiern nur 1-2 Tiere geschlechtsreif.
Und das weil Füchse, Meereskrebse und hungrige Vögel lauern um sich satt zu essen.

Als wir die Wusler bis zu ihrem ersten Sprung in das Meer beobachten, fragen wir uns, ob wohl eine von denen, zu einer Zeit, in der wir vielleicht nicht mehr unter den Lebenden weilen, an diesem Platz ihre Eier ablegen wird.

Interessanterweise kehren Schildkröten nämlich zur Eiablage immer an den Strand zurück, an dem sie geschlüpft sind, obwohl sie oftmals tausende Kilometer zurücklegen müssen. Auch wenn sie aus Afrika oder Indien zurück schwimmen müssen….

Letzte Strandimpressionen und dann geht es weiter Richtung Süden:

Richtung Süden also. An der Küste entlang.
Und wir treffen die Lasterliebe wieder an einem weiteren Schildkröten Strand:

Am Ende des Strandes ein felsiges Naturschauspiel:

Unser nächstes Ziel ist die Insel Masirah.

Die Küste ist ein einziger, langer Sandstrand. Manchmal fahren wir durch gigantische Sanddünen.

Wir haben eine weitere Möglichkeit zum Wasserbunkern gefunden: Öffentliche Toiletten. In diesem Falle gleich mit Vollverpflegung:

Der Toilettenwärter freut sich wohl über diesen außergewöhnlichen Besuch mit außergewöhnlichem Anliegen.

Am Ende des Tages eine traurige Staukisten Statistik:

„Destroy the world“ statt „Explore the world“?
Ein Rückwärtsgang zu viel. Rums in einen LKW.
Ohne weitere Worte…
Nur: Ob es sich lohnt, diese ein fünftes Mal zu richten????

Wir kommen schließlich an, am Hafen für die Überfahrt nach Masirah Island.

Zwei Möglichkeiten hat man hier zum Übersetzen: Eine schickes, großes Schiff einer Fährgesellschaft mit termingerechter Abfahrt

oder der Seelenverkäufer längsseits liegend: Ein privater Kahn, ein verrostetes Elend vorsintflutlichen Baujahrs, Abfahrt wenn voll.
„Wir sind ja unerschrocken“ denken wir bei dessen Anblick, kümmern uns aber zunächst einmal um Variante Eins.

Aus dem schicken Schiff kommt ein ebenso schicker, junger Kapitän (looking like Brad Pitt – in jungen Jahren) aus Estland, misst an unserer Reifenbreite herum und rechnet bis er schließlich den Kopf schüttelt. Nein, die moderne Fähre hat einen Alu Boden. Die Punktbelastung wäre zu groß. Wir können leider nicht mit.
Aber wir verkörpern mal wieder den Traum für die Rentenzeit und haben kurzerhand einen kaffeetrinkenden Kapitän auf der Sitzbank des Wombats.

Also nun doch: Zum Seelenverkäufer nebenan. „Safety First“ steht in großen Buchstaben auf dem verrosteten Kahn. Die Bodendielen auf dem Deck schlagen Wellen…
Nur Äußerlichkeiten! Der Kahn hat einen Stahlboden, unverwüstlich. Das Wombat steht!

Man verlangt 35 OMR für die kurze Überfahrt. Wir schlucken. Da hatten wir aber von ganz anderen Zahlen gehört.

Um es vorweg zu nehmen: Die haben sich wirklich gelohnt, die omanischen Rials. Die Insel Masirah ist ein Traum.

Knapp über eine Stunde Überfahrt, Land ist beruhigender Weise immer in Sicht, erreichen wir Masirah Island.
Es gefällt uns hier auf Anhieb.

Sie ist nicht groß die Insel, etwa 90 Kilometer lang und 14 Kilometer breit.
Was macht sie nun aus?

Eine Natur, die sich ungestört vom Menschen entwickeln konnte.
Kilometerlange, einsame Sandstrände, Korallenriffe zum Tauchen, Flamingos in freier Wildbahn, brütende Wasserschildkröten – ein Refugium für die Tierwelt.
Wir hoffen auf das Glück, Wale oder Delphine und all das andere zu entdecken.

Tourismus gibt es kaum. Und vielleicht hat man Glück, dass dies so bleibt da dem Sultanat Oman viel am Schutz der unechten Karettschildkröte liegt. Diese ist vom Aussterben bedroht und hat hier auf der Insel ihr größtes Nistgebiet.

Zu guter Letzt: Hier herrschen ideale Bedingungen für den Kite Sport. Der Monsun bläst allerdings nur in den Sommermonaten stark mit 20 bis 45 Knoten. Es gibt aber auch den Wintermonsun, arabisch “Jamal” genannt. Mit weniger Windgeschwindigkeit für ältere Damen.
Und eine ganzjährig geöffnete Kite Station im Westen, betrieben von einem Deutschen namens Alex. Man munkelt, mit Quelle zu Bockwürstchen und sauren Gurken….

Es geht also los mit dem Erkunden!
Von der Hafenstadt Hilf aus, eine Umrundung zunächst über die Ostküste. Das offene Meer, Wellenbrecher rauschen an. An vielen Spots hier springen im Sommer die hochkarätigsten Kite-Surfer über die Wellen.

Hier am Beach Bayad heißt es hündisch:
Sitz – Platz – Bleib!

Sonne tanken, Baden mit Schleudergängen, Lesen, Schreiben, Zeichnen und sich der Belustigung über die Hunde am Nachmittag hingeben:
Man nimmt, was kommt! Kommt nichts, nimmt man eben Krabben. Zum Jagen.
Nach Vollendung des achten Lebensjahres springt unser Ridgeback doch tatsächlich wagemutig 😉 in die Brandung des Arabischen Ozeans. Es geschehen noch Wunder!
In böser Erwartung auf den angelegten Druckverband um die Nase des tollkühnen Vorreiters Pepe lachen wir uns krümelig über die kameradschaftliche Jagd auf die Schalentiere:

Es gibt fast nichts Schöneres, als glücklichen Hunden zuzusehen:

In freudiger Erwartung auf die Erkundung der Insel nutzen wir den überraschend guten Empfang für den ersten Blog Bericht des tollen Omans.