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Arabien – Oman

10. Januar 2019

Es geht über die Grenze zum Oman.
Aus der Vogelperspektive drehen wir eine dreiviertel Stunde Achten. Drei Mal durch den Schlagbaum zum Oman, zwei Mal durch den Richtung Emirate wieder zurück. Man ist sich nicht einig, was ein Carnet de Passage ist und wo dies abzustempeln sei und so kreiseln wir herum im Grenzgebiet.
Danach kennen uns alle Grenzbeamten gut!
Inklusive tierischer Beifahrer:
Sollte sich jemand fragen, ob es problematisch ist, mit Hunden in den Oman zu reisen, so lautet unsere klare Antwort: Nein. Nicht für uns. Man hört ja so Einiges, Unklares…
Vielleicht liegt es an der Offensichtlichkeit und Selbstverständlichkeit, mit denen unsere zwei mitten im Fahrerhaus thronen und sofort Sympathie ernten. Versteckt man seinen Vierbeiner im hinteren Eck des Wagens, vielleicht noch angeleint und protestierend, könnte eine Kontrolle eher wahrscheinlich sein. Soviel zu unserer persönlichen Theorie.

Wir sind also in den Oman eingereist, freuen uns auf die endlosen Sandstrände, die Dünen und Wadis und hoffen, dass die Melonen hier günstiger zu ersteigern sind als für umgerechnete 10 Euro.

Die Fahrt geht an der Küste entlang. Die ist bis Maskat so ziemlich verbaut. Also geht es etwas zügiger voran. Wir treffen die „Lasterliebe“ wieder. Dany, Andy mit ihren zwei Kindern sowie Punktehund Meggy, eine Dalmatiner Dame in eben diesem Laster unterwegs. Im Norden Irans hatten wir uns kennen gelernt.

Endlich einmal wieder: Ein langer, endloser Sandstrand, Der Sawadi Beach:

Aber nicht mehr lange so leer. Es ist Wochenende, also ein Freitagabend. Unzählige Familien tummeln sich bald um uns herum und mit ihnen unzählige Feuerstellen und unzählige Fleischspieße.

Nachdem uns Gizmo einen riesigen Berg anverdautes Hundefutter vermischt mit Tortellini, Kebab Stücken, Brot, Kartoffelsalat und Silberzwiebeln vor unserem Kühlschrank präsentiert, ist eine Umsiedelung empfehlenswert.

Wir landen ein paar Kilometer weiter am gleichen Strand jedoch ohne kulinarische Verführungen für die Hunde:

Seit langer Zeit genießen wir wieder einmal ein freies Strandleben:

Familie Lasterliebe und Strandbesucher in Aktion:

Wir kratzen uns am Kopf und überlegen, woher wir in diesem Wüstenstaat unsere 400 Liter Wasser für die Tanks auftreiben können. Eine Menge ist das. Und Wasser ist hier kostbar.

Gebrauchswasser für die Haushalte wird in Entsalzungsanlagen produziert und in LKWs an die Bevölkerung verteilt.

Wir haben schon erlebt, dass wohlhabende Omanis mit großem Wasserspeicher auf dem Dach gerne abgeben. Sind sie doch begeistert über die Anwesenheit bekloppter Europäer mit dem Riesenauto in ihrem Garten.

Eine weitere Möglichkeit:
Suche ein nicht ausgetrocknetes Wadi auf.

Wir stehen im Wadi Al Abyadh. Rauschendes, kristallklares Wasser!

Zwei Tage herrscht emsiges Treiben. Zwei 30 Meter lange Wäscheleinen werden zwischen Wombat und Laster gespannt. Die Pumpe steht im Bachbett, von Topflappen über Hundebett bis zum Überzug vom Beifahrersitz, alles wird gewaschen.

Hinter unserem Stellplatz geht es weiter in das Wadi hinein.

Hartgesottene Jeep Fahrer sind hier wohl noch unterwegs, man sieht Fahrspuren im Kies durch das fließende Wasser. Man müsste sich schon wohlüberlegt von Gestein zu Gestein schlängeln mit unseren Lastern.
Wir begnügen uns mit dem Durchlaufen des Tals:

In Maskat verlängern wir schon einmal unser einmonatiges Visum. Das geht hier rechtzeitig, nicht wie im Iran, wo man erst drei Tage vor Ablauf des alten Visums erfolgreich damit wird. So haben wir jetzt entspannte sechs Wochen zum Bereisen des Omans.

Einen schönen Stellplatz finden wir unweit des Flughafens am Strand.

Mit perfekt organisierter Strandsäuberung wie überall hier im Oman. Bisher.
An den gestrandeten Kugelfisch wagt man sich jedoch nicht mit der „Müllzange“:

Ein sauberes Land oder wie es Andy treffend ausdrückt: „Der Oman ist ein schickes Land.“

Das ist nicht nur für die Strände und Städte zutreffend, sondern auch für die Bekleidung der Einheimischen. In ihren schneeweißen, gestärkten Gewändern, den Dischdaschas, riecht man die Männer schon von weitem. Die duften vielleicht!

Wir schlängeln uns die Berge hinauf Richtung Süden. So sieht die Großstadt von der Ferne aus:

So erscheinen oft die Wohnhäuser:

Wir landen im Wadi Arbiyyin:

Es hat uns nicht vom Hocker gerissen, das Wadi. Stellten wir uns die angepriesenen Wasserkaskaden doch ein wenig berauschender vor.

Dennoch übernachten wir friedlich unter quakenden Fröschen mit einem tollen Echo.
„Pepeee – eeeeee, Gizmoo – ooooooooo“

So sieht die Küste zwischen Maskat und Sur aus:

Nördlich von Vis am Strand kommen wir zum Stehen.
Wir vermerken einen weiteren Punkt in unserer Zerstörungs-Statistik:

Achim wird zwei Tage nicht mehr lustig. Dabei ist es nur ein blödes
I Pad, welches er überrollt hat.

Es ist Wochenende. Unsere Nachbarn kochen Köstliches. Und teilen gastfreundschaftlich.

Alles hat seine Grenzen. Auch das Wombat. Nämlich im Tiwi Wadi. Angepriesen als eins der Schönsten pfriemeln wir uns lediglich durch das erste Dorf, äußerst enge Gassen und mit einem Haufen Gewinke. Kommen danach zu Stehen und wir beschließen eine Trennung: Frau mit Hunden wandert, Mann bunkert Wasser mit der Gießkanne an einer Quelle ohne Anschluss.

Es scheint in diesem Lande so, dass beste Bedingungen für körperliche Ertüchtigung vorherrschen bei einer hiesigen Wettervorhersage für 80 Prozent Regenwahrscheinlichkeit.
Kein Regen, dafür den ganzen Tag Schatten und angenehme 23 Grad. Da haben sogar die Hunde Lust! Durch das meines Erachtens für große Trucks unbefahrbare, enge Tiwi Wadi laufen wir drei hinauf.

Und finden tatsächlich so etwas:
Ein vorbildlich markierter Wanderweg das Tal hinauf. Und das im Oman!

Zunächst führt dieser oberhalb am Hang entlang..

Später zeigt mir die Dorfjugend den idyllischsten Tarzan Platz. Hier geht es dann nicht mehr weiter.

Unsere Guides:

Am späten Abend, es ist schon dunkel, kommen wir am Strand in Al Haad an. Es stürmt gewaltig!
Achim stellt sich in den Windschatten einer stabilen (!) Fischerhütte aus Stahlrohrrahmen.

Der Morgen darauf:

In Erwartung eines fröhlichen Tages (nichtsahnend der unheilvollen Kaskade, die noch kommen wird) schnappe ich mir den Fotoapparat um die riesigen Wellenbrecher festzuhalten an unserem herrlichen Sandstrand, den wir nun bei Tageslicht sehen. Es stürmt noch immer verrückt, die Hunde stellen sich tot.

Da stehe ich nun meditativ fotografierend und es macht urplötzlich einen ohrenbetäubenden Krach. Ich brauche die Kamera nur nach links zu drehen für den Schnappschuss des Tages:

Die (stabile) Fischerhütte kracht auf unser Wombat.
Relativ unbeschadet kommen wir aus der Sache wieder heraus. Achim macht einen lebensrettenden Hechtsprung als das Gestänge durch eine Windböe unser Auto wieder scheppernd los lässt.

Sein Fußknöchel ist geprellt und die Aluleiter für den Ein- und Ausstieg hat einen Knick.

Wir vermerken einen weiteren Punkt in unserer Zerstörungs-Statistik.

Auf dem Weg in die Stadt heißt es mal wieder Luft ablassen aus den Reifen. Wir haben uns zu guter Letzt noch eingebuddelt im Sand…
Aluminium Vierkant Stangen sind nicht auffindbar in Al Haad. Wir werden uns wohl mit der Klappleiter begnügen müssen in den nächsten Wochen.
Als Nächstes könnte passieren, dass einer von uns ins Nichts stürzt, in Erwartung der flacheren Treppe beim Ausstieg….

Ich komme zu der Einsicht, dass unsere Pannen nichts mit einer Sternenkonstellation zu tun haben.
Jetzt kann jeder selbst interpretieren 😉

Etwas südlich von Al Haad gibt es einen „Turtle watching beach“. Hier stellen wir uns hin, vor den weißen, feinen Sand mit den unzähligen Eierablagelöchern.

In Erwartung dessen, was kommen wird am Abend.

Bevor die Turtles kommen kommt das Amt. Wir müssen den Platz verlassen über Nacht. Was ja eigentlich auch gut ist für die Ungestörtheit der Urtiere. Außerdem erwarten uns noch bessere Plätze zum Beobachten.

So. Nun sind wir um die „Ecke“ gefahren. An der Landspitze bei Al Haad wechseln die Meere. Wir fahren nicht mehr am Golf von Oman entlang sondern am Arabischen Meer.

Ras Al Jinz. Hier, etwas südlich von Al Haad an der Küste reiht sich ein atemberaubender Sandstrand nach dem anderen hinter steilen Felswänden.

Omans naturbelassenen Küsten sind seit jeher ein bevorzugtes Eiablagerevier für Meeresschildkröten. Vor allem die Grüne Meeresschildkröte kommt scharenweise zur Fortpflanzung hierher.
 
Es gibt wohl einen kommerziellen Platz für „Turtle Watching“, an dem man auch Eintritt zahlen muss. Wir landen weiter nördlich, dort, wo Freiheit herrscht.

Hier oben kommen wir zum Stehen und blicken auf ein Paradies:

Unzählige Eiablage-Mulden der Riesenkröten sind zu sehen. Mit ihnen die Spuren im Sand.

Ein bisschen kraxeln muss man schon, um zum Strand zu gelangen. Nichts Dramatisches, sogar zu bewältigen für Gizmo und Achim.
Dort unten am Tage ist Baden angesagt.

Ab und zu kommt uns ein knuffiger „Scheich“ besuchen.

Hier lernen wir auch Drago kennen, unterwegs als Backpacker, momentan mit Leihwagen, ebenfalls nach Verkauf aller Habseligkeiten unterwegs in der Welt.
Rinder Stew auf dem Lagerfeuer und einen tollen Abend haben wir zusammen auf unseren Felsen da oben. Allerdings in der ersten Nacht nicht das Glück, dass sich ein Kröten Weib seines Nachwuchses entledigen möchte. Allerdings beglückt uns ein nicht weniger beeindruckendes Naturphänomen: Die hereinrauschenden Wellen fluoreszieren in der Nacht leuchtend grün. Wir stehen mit offenem Mund da.
Dieses Meeresleuchten wird wohl durch Planktonalgen ausgelöst. Biolumineszenz, ausgesendete Lichtblitze, ein leuchtendes Meer! Herrlich!

Mit Ernsthaftigkeit und ohne Ablenkung (Drago ist wieder abgereist), erwarten wir die nächste Nacht und bauen uns vor dem Abhang unseren „Turtle Watching Aussichts Platz“:

Der Mond geht auf. Eine tolle Stimmung. Gizmo ist voll ausgelastet und vertreibt in regelmäßigen Abständen einen Fuchs, welcher auf frisch geschlüpfte Kröten wartet.
In schläfrigem Zustand, den Blick hinunter auf den mondbeschienenen Strand fange ich gerade an, einen unbändigen Wunsch nach einer frischen Laugenbretzel zu entwickeln.
Da flüstert Achim: „Es kommt eine!“ Und gegen Mitternacht kriecht eine riesige Kröte an Land.

Was empfindet man beim Beobachten? Ehrfurcht und eine tiefe Verbindung mit der Natur…..

Das riesige Panzertier wurschtelt sich da hinauf aus dem Wasser in den Sand. So gar nicht ihr Element, festen Boden unter den Flossen. Wenn es dann genehm ist, wird ein Loch ausgehoben. Mühsam und anstrengend sieht das aus. Und es dauert!!

Am nächsten Morgen blicken wir auf die Zeugen von weiteren nächtlichen Aktionen: Die markanten Spuren der Panzertiere. Fünf weitere waren da, als wir uns jedoch im Tiefschlaf befanden.

Unser unberührter Strand wird entdeckt. Eine Gruppe polnischer Touristen und eine Familie aus Slowenien bauen ihre Zelte auf. Gemeinsam in der Nacht robben wir auf dem Strand Richtung Ort des Eierablagegeschehens und beobachten mit Sand in den Ohren.

Am nächsten Morgen in aller Früh ruft unser knuffige „Scheich“. Er sitzt in einer Sandkuhle und puhlt junge Kröten aus dem Loch. Leistet Hilfe. Anscheinend traut sich keine Babykröte mehr heraus denn die Ersten sind dem Fuchs zum Opfer gefallen. Gizmo befindet sich nämlich noch im Tiefschlaf.

Wir stürmen alle an den Strand:

Wir erleben das Naturschauspiel „Vom Loch zum Meer, die zehn schlimmsten Meter meines Lebens“, staunen, sind ergriffen aber auch äußerst belustigt.
Und man fragt sich, was wohl besser ist: Durch einen Geburtskanal die Welt zu erblicken oder solche Strapazen auf sich nehmen zu müssen:

„Was ein Mist. Ich sehe nichts.“

Wasser in Sicht!! In die Brandung..

Im Durchschnitt nach zwei bis drei Waschgängen..

… endlich geschafft!!

Leider uscharf aber nicht vorzuenthalten:

Fakten zum Staunen:

Jährlich kommen etwa 30000 Schildkröten in diese Bucht um ihre Eier abzulegen.
Eine Schildkröte wird geschlechtsreif mit 35 – 40 Jahren.
Dann legt sie 70 bis 120 Eier in eine Mulde am Sandstrand.
Das Ganze dauert etwa 2 Stunden.
Das macht sie 2 bis 3 mal im Jahr. Pausiert aber anschließend für 2-3 Jahre.
Nach Schätzungen werden von 1.000 gelegten Eiern nur 1-2 Tiere geschlechtsreif.
Und das weil Füchse, Meereskrebse und hungrige Vögel lauern um sich satt zu essen.

Als wir die Wusler bis zu ihrem ersten Sprung in das Meer beobachten, fragen wir uns, ob wohl eine von denen, zu einer Zeit, in der wir vielleicht nicht mehr unter den Lebenden weilen, an diesem Platz ihre Eier ablegen wird.

Interessanterweise kehren Schildkröten nämlich zur Eiablage immer an den Strand zurück, an dem sie geschlüpft sind, obwohl sie oftmals tausende Kilometer zurücklegen müssen. Auch wenn sie aus Afrika oder Indien zurück schwimmen müssen….

Letzte Strandimpressionen und dann geht es weiter Richtung Süden:

Richtung Süden also. An der Küste entlang.
Und wir treffen die Lasterliebe wieder an einem weiteren Schildkröten Strand:

Am Ende des Strandes ein felsiges Naturschauspiel:

Unser nächstes Ziel ist die Insel Masirah.

Die Küste ist ein einziger, langer Sandstrand. Manchmal fahren wir durch gigantische Sanddünen.

Wir haben eine weitere Möglichkeit zum Wasserbunkern gefunden: Öffentliche Toiletten. In diesem Falle gleich mit Vollverpflegung:

Der Toilettenwärter freut sich wohl über diesen außergewöhnlichen Besuch mit außergewöhnlichem Anliegen.

Am Ende des Tages eine traurige Staukisten Statistik:

„Destroy the world“ statt „Explore the world“?
Ein Rückwärtsgang zu viel. Rums in einen LKW.
Ohne weitere Worte…
Nur: Ob es sich lohnt, diese ein fünftes Mal zu richten????

Wir kommen schließlich an, am Hafen für die Überfahrt nach Masirah Island.

Zwei Möglichkeiten hat man hier zum Übersetzen: Eine schickes, großes Schiff einer Fährgesellschaft mit termingerechter Abfahrt

oder der Seelenverkäufer längsseits liegend: Ein privater Kahn, ein verrostetes Elend vorsintflutlichen Baujahrs, Abfahrt wenn voll.
„Wir sind ja unerschrocken“ denken wir bei dessen Anblick, kümmern uns aber zunächst einmal um Variante Eins.

Aus dem schicken Schiff kommt ein ebenso schicker, junger Kapitän (looking like Brad Pitt – in jungen Jahren) aus Estland, misst an unserer Reifenbreite herum und rechnet bis er schließlich den Kopf schüttelt. Nein, die moderne Fähre hat einen Alu Boden. Die Punktbelastung wäre zu groß. Wir können leider nicht mit.
Aber wir verkörpern mal wieder den Traum für die Rentenzeit und haben kurzerhand einen kaffeetrinkenden Kapitän auf der Sitzbank des Wombats.

Also nun doch: Zum Seelenverkäufer nebenan. „Safety First“ steht in großen Buchstaben auf dem verrosteten Kahn. Die Bodendielen auf dem Deck schlagen Wellen…
Nur Äußerlichkeiten! Der Kahn hat einen Stahlboden, unverwüstlich. Das Wombat steht!

Man verlangt 35 OMR für die kurze Überfahrt. Wir schlucken. Da hatten wir aber von ganz anderen Zahlen gehört.

Um es vorweg zu nehmen: Die haben sich wirklich gelohnt, die omanischen Rials. Die Insel Masirah ist ein Traum.

Knapp über eine Stunde Überfahrt, Land ist beruhigender Weise immer in Sicht, erreichen wir Masirah Island.
Es gefällt uns hier auf Anhieb.

Sie ist nicht groß die Insel, etwa 90 Kilometer lang und 14 Kilometer breit.
Was macht sie nun aus?

Eine Natur, die sich ungestört vom Menschen entwickeln konnte.
Kilometerlange, einsame Sandstrände, Korallenriffe zum Tauchen, Flamingos in freier Wildbahn, brütende Wasserschildkröten – ein Refugium für die Tierwelt.
Wir hoffen auf das Glück, Wale oder Delphine und all das andere zu entdecken.

Tourismus gibt es kaum. Und vielleicht hat man Glück, dass dies so bleibt da dem Sultanat Oman viel am Schutz der unechten Karettschildkröte liegt. Diese ist vom Aussterben bedroht und hat hier auf der Insel ihr größtes Nistgebiet.

Zu guter Letzt: Hier herrschen ideale Bedingungen für den Kite Sport. Der Monsun bläst allerdings nur in den Sommermonaten stark mit 20 bis 45 Knoten. Es gibt aber auch den Wintermonsun, arabisch “Jamal” genannt. Mit weniger Windgeschwindigkeit für ältere Damen.
Und eine ganzjährig geöffnete Kite Station im Westen, betrieben von einem Deutschen namens Alex. Man munkelt, mit Quelle zu Bockwürstchen und sauren Gurken….

Es geht also los mit dem Erkunden!
Von der Hafenstadt Hilf aus, eine Umrundung zunächst über die Ostküste. Das offene Meer, Wellenbrecher rauschen an. An vielen Spots hier springen im Sommer die hochkarätigsten Kite-Surfer über die Wellen.

Hier am Beach Bayad heißt es hündisch:
Sitz – Platz – Bleib!

Sonne tanken, Baden mit Schleudergängen, Lesen, Schreiben, Zeichnen und sich der Belustigung über die Hunde am Nachmittag hingeben:
Man nimmt, was kommt! Kommt nichts, nimmt man eben Krabben. Zum Jagen.
Nach Vollendung des achten Lebensjahres springt unser Ridgeback doch tatsächlich wagemutig 😉 in die Brandung des Arabischen Ozeans. Es geschehen noch Wunder!
In böser Erwartung auf den angelegten Druckverband um die Nase des tollkühnen Vorreiters Pepe lachen wir uns krümelig über die kameradschaftliche Jagd auf die Schalentiere:

Es gibt fast nichts Schöneres, als glücklichen Hunden zuzusehen:

In freudiger Erwartung auf die Erkundung der Insel nutzen wir den überraschend guten Empfang für den ersten Blog Bericht des tollen Omans.